RundgangTour

Rundgang

Die über drei Etagen verlaufenden zehn Schauräume des StiftsMuseums Xanten sind sowohl thematisch als auch chronologisch angelegt. Jeder der in Größe und Gliederung sehr unterschiedlichen Räume ist mit einem eigenen Titel versehen.

Raum 1: „Frühe Geschichte“ Der Zeitraum der "Frühen Geschichte" reicht von der römischen Zeit des später Xanten genannten Ortes bis in das 11. Jahrhundert. Ausgestellt sind römische Kaisermünzen, Götterfiguren als Kleinbronzen, Weihesteine, fränkische Grabbeigaben sowie als Besonderheiten ein Schmuckfußboden und Schalltöpfe aus der Stiftskirche. Architekturmodelle von der ersten bescheidenen Gedächtnisstätte bis zur ottonischen Basilika visualisieren die außerordentliche Bauentwicklung am verehrten Ort.
Raum 2: „Die gotische Stiftskirche“ Für ein kirchliches Museum ungewöhnlich ist die hier gezeigte Sammlung von Pergamenturkunden, Handschriften, Akten und Verträgen auf der einen sowie Bauhandwerkszeug und Steinproben auf der anderen Seite. Sie illustrieren die Handwerks- und Verwaltungstätigkeiten für den Bau der Stiftskirche. Ein Animationsfilm veranschaulicht in komprimierter Weise den Bau der gotischen Stiftskirche über den Zeitraum von etwa 300 Jahren.
Raum 3: „Reliquiare“ Dem Gros der erhaltenen Reliquiare ist ein eigener Raum gewidmet. Zu sehen sind zum einen primär für die Aufnahme von Reliquien geschaffene Kästchen, darunter ein einzigartiges, wohl im Rheinland geschaffenes ovales Kästchen (nach 1166/ um 1200) und eines der Embriachi-Werkstatt (Venedig, um 1400). Zum anderen sind auch solche Behältnisse ausgestellt, die zum Reliquiar umgewidmet wurden.
Raum 4: „Geschichte des Stifts“ Dieser Raum wird dominiert von Porträts Xantener Stiftsherren in seltenen graphischen Blättern und originalen Gemälden. Wichtige Archivstücke wie drei mittelalterliche Stiftssiegel, ein Statutenbuch und verschiedene Geschäftsakten repräsentieren den großen Aufwand der Stiftsverwaltung. Zwei Medienstelen bieten Einblicke in den Aufbau des Stifts. Ein etwa 20 Minuten langer dokumentarischer Spielfilm zeigt auf unterhaltsame Weise Episoden aus der Stiftsgeschichte.
Raum 5: „Skulpturen“ Hier sind zumeist spätmittelalterlichen Skulpturen versammelt, die einer vorwiegend chronologischen Einzelaufstellung folgen. Den Anfang macht eine beseelt lächelnde Kölner Madonna (um 1330/40). Ein Heft gibt den Besuchern Erläuterungen zu den Lebensläufen der Heiligen und Hinweise zu den niederrheinischen Bildschnitzern.
Raum 6: „Liturgie“ Ähnlich ihrer Verwendung im Kirchenraum werden liturgische Geräte und textiler Raumschmuck hier gemeinsam präsentiert. Anziehungspunkt ist die außergewöhnliche „Altarinszenierung“ aus Bildrückwand und Vitrinentisch. In fünf schlanken Hochvitrinen in der Raummitte sind die wertvollsten Exponate wieder einzeln präsentiert: Darunter eine ausgezeichnet erhaltene Turmmonstranz, ein zugehöriger Hostienkelch und ein Tragaltar.
Raum 7: „Paramente“ Dem umfangreichen Paramentenbestand (Paramente = liturgische Kleidungsstücke und Stoffe) des StiftsMuseums Xanten sind zwei Schauräume gewidmet. Der erste Raum umfasst mittelalterliche Objekte bis 1520/30. Als Glanzstück ragt hier die Kasel (Liturgiegewand) des hl. Bernhard von Clairvaux heraus (Byzanz, um 1100). Der zweite Raum zeigt Textilien aus der Zeit von 1540 bis 1780.
Raum 8: „Paramente“ Beinahe jede Vitrine ist frei im Raum aufgestellt, so dass sowohl Vorder- als auch Rückseiten der liturgischen Obergewänder sichtbar sind. Historische Kupferstiche, Radierungen und Lithographien illustrieren den aufwändigen Herstellungsprozess des kunstvollen Materials.
Raum 9: „Historische Ereignisse“ Zum Konzept des StiftsMuseums Xanten gehört die Einbindung der Stiftsgeschichte in größere historische Zusammenhänge. Im Raum 9 befinden sich daher von der Urkunde des Erzbischofs von Köln zur Stadterhebung Xantens (1228) bis zum Kupferstich mit der Darstellung Napoleons im Krönungsornat (um 1830) zahlreiche Zeugnisse, die über die Landesgeschichte hinausgehen.
Raum 10: „Von der Handschrift zum Buchdruck“ Dieser Schauraum zeigt in der Hauptsache äußerst prächtige Hand- und Druckschriften vom 12. bis 18. Jahrhundert, so Auszüge aus einer Bibel (um 1130/50) mit nachträglichen Neumennotierungen, ein Missale mit feinsten, an der Kölner Malerei orientierten Miniaturen (um 1430/40) oder ein Exemplar der Weltchronik des Hartmann Schedel (Nürnberg, 1493). Zudem werden Aspekte der Buchherstellung anhand von zahlreichen Materialproben und illustrierenden Kupferstichen des Handwerks veranschaulicht.

Aktuelles

Super Jazz Quartett begeisterte im Museumshof: StiftsMuseum feierte Viktorfest mit Live-Jazz

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Herbstzeit ist Blätterzeit. Am Samstag, 30. September 2017 ist der Lesesaal für Alle kostenlos geöffnet. Wer vorab interessante Buchtitel online suchen möchte, kann im OPAC nachsehen.

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Mehr als 60 Teilnehmer diskutierten ihm Rahmen des Kolloquiums Themen der mittelalterlichen und modernen Glasmalereien. In zwölf Vorträgen oder Vorführungen kamen Wissenschaftler aus ganz Deutschland zu Wort. Historiker und Kunsthistoriker. Theologen und Denkmalpfleger. Restauratoren und Techniker. Einen ersten Rückblick auf das Kolloquium finden Sie hier.

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Das StiftsMuseum zeigt im Jahr 2017 einzelne "Fundstücke" zum Thema Reformation. Zur Zeit eine Ausgabe der "Confessio Augustana" und ein Porträt von Philipp Melanchthon.

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