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Fundstücke zur Reformation

Philipp Melanchthon (1497-1560)

Serie "Fundstücke" zur Reformation

Das StiftsMuseum zeigt im Jahr 2017 einzelne "Fundstücke" zum Thema Reformation. Zur Zeit eine Ausgabe der "Confessio Augustana" und ein Porträt von Philipp Melanchthon. Die Objekte sind im Raum "Von der Handschrift zum Buchdruck" (Raum 10) des StiftsMuseums zu sehen.

Das Museum präsentiert diese Serie in Zusammenarbeit mit der Kirchenzeitung "Kirche+Leben".

Der Kupferstich zeigt den gelehrten Professor für griechische Sprache und Literatur, Philipp Melanchthon im Profil. Charakteristisch sind seine hohe Stirn, der Bart und die langen Haare. Melanchthon war Freund und Weggefährte Martin Luthers und arbeitete in theologischen Fragen eng mit ihm zusammen. Heute halten viele Luther für den Charis­matiker der Reformation, Melanchthon für den Systematiker. 

In den zwei Jahrzehnten nach 1520 fanden bedeutsame Religionsgespräche mit Vertretern verschiedener Konfessionen statt. Hier fungierte Melanchthon als wichtigster Vermittler zwischen Reformation und Humanismus, zwischen Lutheranern und Reformierten sowie zwischen Luthertum und Katholizismus.

Auf dem von Kaiser Karl V. 1530 zu Augsburg einberufenen Reichstag war der wichtigste Tagesordnungspunkt die Schlichtung des Glaubenszwiespaltes zwischen evangelischer und katholischer Seite. Die streitenden Parteien hatten die Möglichkeit, ihre Ansichten darzulegen.

Die Protestanten legten unter Führung des Kurfürsten Johann von Sachsen die „Confessio Augustana“ vor („Augsburger Bekenntnis“). Maßgeblicher Verfasser dieser Schrift war Philipp Melanchthon. Er hatte in 28 Artikeln die Glaubensrichtlinien der Protestanten zusammengefasst. 

Die „Confessio Augustana“ basierte in Glaubensfragen auf den von Martin Luther verfassten Schwabacher Artikeln (1529) und in theologischen Fragen auf dem dritten Teil der Luther-Schrift „Vom Abendmahl Christi“ (1528).

Zu einer Einigung der Parteien kam es 1530 in Augsburg nicht, da der Kaiser das „Augsburger Bekenntnis“ und eine Ausweitung der lutherischen Lehre verbot. Die endgültige Lösung des Problems verwies er an ein allgemeines Konzil. Damit war die Spaltung der Kirche endgültig besiegelt.

Für die lutherischen Kirchen der gesamten Welt ist die „Confessio Augustana“ bis heute weiterhin geltendes Bekenntnis, auf das die Pfarrer bei ihrer Ordination verpflichtet werden.

Offene Gästeführungen im Winter

Von Oktober bis März findet am 2. Sonntag im Monat um 14.30 Uhr eine Offene Gästeführung statt.

Die Führung dauert etwa eine Stunde. Es muss nur der Museumseintritt entrichtet werden – die Führung selbst ist kostenlos.

In der Adventszeit ist jeden Sonntag der Eintritt frei und um 14.30 Uhr kann man sich der Offenen Gästeführung anschließen.

Das vollständige Programm finden Sie hier.

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